Die Bewohner des Zweifamilienhauses in Moers fühlten sich wie im Schiefen Haus des Freizeitparks Phantasialand – nur nicht so lustig.

Gebäudeschäden durch Bergsenkungen

20 Zentimeter hatte sich das Haus einseitig abgesenkt und so für einen Schiefstand gesorgt – Bergschäden sorgen in ehemaligen und aktuellen Bergbaugebieten oft für Bodenabsenkungen und damit für Schäden an Bauwerken. Vor der Sanierung der Gebäudeschäden selbst ist es erforderlich, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, indem das Gebäude wieder gerade gerichtet wird. Hierauf hat sich die ERKAPfahl GmbH aus dem niederrheinischen Baesweiler mit ihrem patentierten Segmentpfahlsystem zur nachträglichen Herstellung von Gründungspfählen spezialisiert.

Der ERKA-Pfahl ist ein bewährtes System für Nachgründungen (z.B. nach Nutzungsänderung oder Gebäudeaufstockung) und eignet sich auch zur Sanierung nicht tragfähiger Gründungen. Damit können Schiefstellungen an Bauwerken korrigiert werden.

Das patentierte Pfahlsystem kann auch zur Unterfangung benachbarter Gebäude bei Baulückenerschließungen als Baugrubensicherung eingesetzt werden. Aufgrund des geringen Platzbedarfs und kleiner Maschinen eignet es sich gut für schwer zugängliche Örtlichkeiten. Das hydraulische Einpressverfahren ist oft die einzige Möglichkeit, Pfähle erschütterungsarm in den Baugrund einzubringen. Bei dem innovativen ERKA Segmentpfahl (Nut-/Feder-System) werden Segmente so lange in die Erde gepresst, bis die Pfähle die notwendige Gebrauchslast sicher tragen. Durch die aktive Vorpressung der Segmentpfähle wird – auch unter widrigen Umständen – eine nahezu setzungsfreie Tiefgründung hergestellt. Dadurch wird Bauherren ein hohes Maß an Schadensfreiheit garantiert.

20 Zentimeter mit 38 Pressen

In Moers sorgten 38 auf den Segmentpfählen installierte hydraulische Pressen für eine gleichmäßige Verteilung der Last bzw. für eine gleichmäßige Anhebung der abgesenkten Seite des Hauses. Doch vor der Geraderichtung galt es, Vorbereitungen zu treffen. Dazu gehörte zunächst natürlich das Freilegen der Bodenplatte, um die Hydraulik-Pressen überhaupt einbauen zu können.

Barrierefreier Zugang

Üblicherweise werden für die Zeit der Baumaßnahme provisorische Zugänge zum Gebäude geschaffen, zum Beispiel über einfache Holzbohlen oder Metall-Gitterbrücken. Hier waren besondere Maßnahmen erforderlich, da in dem Haus auch zwei Rollstuhlfahrer wohnen. Daher musste der Zugang während der Hebung nicht nur besonders rutschfest hergestellt werden, sondern natürlich auch vollkommen barrierefrei.

Das Freilegen der Bodenplatte und der Einbau der Hebe-Zylinder war der aufwändigste Part – diese Vorbereitungen benötigten knapp vier Wochen. Der eigentliche Hebevorgang zur Nivellierung des Wohnhauses war dann eine Sache von nur drei Stunden – Unterbrechungen durch fortwährende Prüfungen der Druckzylinder und der Gleichmäßigkeit der Anhebung schon eingerechnet.

Nach Abschluss der Maßnahme steht das Wohnhaus nun wieder gerade – und zwei Bewohner sind wohl besonders glücklich, sich jetzt wieder ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen mit ihren Rollstühlen in ihrer Wohnung bewegen zu können.

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