Nur etwa 300 Meter entfernt von Deutschlands wohl berühmtester Polizeiwache, der Davidswache an der Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli ging es im Sommer 2003 um ein „Opfer“ ganz anderer Art: Ein Mehrfamilienhaus in der Otzenstraße war „Opfer“ der dort vorhandenen schlechten Bodenverhältnisse geworden. Das Wohnhaus steht auf Sand, der sich mit Torfschichten abwechselt – ein äußerst labiler Untergrund.

Elfmeter in St. Pauli

Bis zu elf Metern reichen die Torfschichten unterhalb des Gebäudes – kein Wunder, dass es auf die „schiefe Bahn“ geraten war. Durch die starken Setzungen wies die alte Bausubstanz bereits beachtliche Risse in allen Bauteilen auf – teilweise so breit, dass eine ausgewachsene Bauarbeiter-Hand hindurch passte. Um die etwa 20 Wohneinheiten wieder nutzbar zu machen, wurde die Spezial-Tiefbaufirma ERKAPfahl GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Baesweiler beauftragt: Mit deren patentiertem Verfahren, dem ERKA-Segmentpfahlsystem, sollte das 5-geschossige Bauwerk im Rahmen einer Komplett-Sanierung wieder gerade gerichtet werden.

Der ERKA-Pfahl ist ein seit Jahren bewährtes System zur nachträglichen Herstellung von Gründungspfählen und zur Sanierung nicht tragfähiger Gründungen. Aufgrund des geringen Platzbedarfs und kleiner Maschinen eignet sich das Verfahren gut für beengte und schwer zugängliche Örtlichkeiten. Das hydraulische Einpressverfahren ist oft die einzige Möglichkeit, Pfähle erschütterungsarm in den Baugrund einzubringen.

Tiefgründiges Spezialsystem

Das Wohnhaus in der Otzenstraße wurde mit etwa 80 solcher Segmentpfähle, die die Torfschichten durchörtern, nachgegründet. Dabei wurden einzelne Segemente, die nach dem Nut-/Feder-Prinzip vorgefertigt sind, so lange in den Untergrund gepresst, bis die Pfähle die notwendige Gebrauchslast sicher trugen. Auf diese Weise lassen sich auch Schiefstellungen von Bauwerken korrigieren.

Durch die aktive Vorpressung der Segmentpfähle wird – auch unter widrigen Umständen – eine nahezu setzungsfreie Tiefgründung hergestellt. Dadurch wird dem Bauherrn künftig ein hohes Maß an Schadensfreiheit garantiert.

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