Wieder einmal konnte durch das Spezialtiefbauunternehmen ERKA Pfahl GmbH aus Baesweiler ein Fehler während der Bauvorbereitungsphase noch „geradegeschoben“ werden.

Zum Hintergrund: Ein Wohnhaus mit fünf Wohneinheiten in Wettstetten nördlich von Ingolstadt war aufgrund eines Fehlers beim Einmessen an der falschen Stelle errichtet worden. Durch den Fehler wäre der Bau einiger vor dem Haus geplanter Garagen nicht möglich gewesen.

Der ERKA-Pfahl ist ein bewährtes System für Nachgründungen (z.B. nach Nutzungsänderung oder Gebäudeaufstockung) und kann auch zur Unterfangung benachbarter Gebäude als Baugrubensicherung eingesetzt werden. Aufgrund geringen Platzbedarfs und kleiner Maschinen eignet es sich gut für schwer zugängliche Örtlichkeiten. „Nebenbei“ können mit diesem Equipment auch komplette Gebäude verschoben werden, wie hier kurz nach Ostern in Wettstetten.

Der Rohbau war mit einem Stahlbeton-Flächenfundament auf einer zehn Zentimeter dicken Dämmung gegründet worden. Die Dämmung lag auf einer Split-Schicht. Unklar war, ob das Gebäude beim späteren Verschiebevorgang – immerhin drei Meter – unter oder auf der Dämmung abschieben würde. Und was würde dabei mit der Dämmung selbst geschehen, würde sie halten?

„Labor-Test“

Aufgrund dieser Unsicherheiten testet ERKA Pfahl an seinem Firmensitz an einem Versuchsaufbau die geplanten Verschiebung, ob der Untergrund dafür geeignet ist. Eine Dämmplatte (0,6 x 1,2 Meter) wurde mit zwei Tonnen Stahlplatten belastet und die Last dann geschoben. Die Last ließ sich auf der Dämmplatte bewegen, die Dämmung selbst blieb liegen und wurde nicht beschädigt!

Die konkrete Umsetzung

Am Ort des Geschehens in Wettstetten wurde hinter dem Gebäude auf dem gewachsenen Boden Sand anstelle von Kies als Austauschschicht genommen, da dieser beim Schieben besser geeignet ist. Zusätzliche neue Dämmplatten wurden in der Verschieberichtung verlegt und gegen Wegrutschen gesichert. Der Sand und die Dämmplatten wurden mit minimaler Erhöhung nach hinten verlegt, damit die Platten kraftschlüssig unter das Gebäude geschoben werden konnten. Vor dem Gebäude wurde das Widerlager nach Vorgaben von ERKA Pfahl hergestellt. Es wurde nach erdstatischen Gesichtspunkten berechnet, ansonsten aber nur konstruktiv bewehrt, da für solche Fälle ausreichend Erfahrung vorliegt. Das 1,5 Meter hohe Widerlager ist minimal 50 Zentimeter dick und gegen das bestehende Erdreich vor dem Haus betoniert.

Die hydraulischen Pressen greifen mit jeweils etwa 160-190 kN Pressenkraft im unteren Drittelspunkt des Widerlagers an, bei 50 Zentimetern von unten gesehen. Beim Gebäude wurde mithilfe einer mittig lastverteilenden Stahlplatte gegen die Sohle gedrückt. Seitlich vom Gebäude wurden ebenfalls nach Vorgaben des Spezialtiefbauunternehmens bauseits mehrere Fundamente als Begrenzung betoniert, damit sich das Haus beim Verschieben nicht verdrehen konnte, also „in der Spur“ blieb. Die Mannschaft aus Baesweiler war seit Dienstag nachmittag vor Ort. Die Vorbereitungen waren am Mittwoch zur Mittageszeit so weit fertig, dass die Verschiebung beginnen konnte. Die ersten zwei Meter konnten noch am Mittwoch geschoben werden, der letzte Meter am Donnerstag vormittag. Es hat alles geklappt, die positiven Erfahrungen des Versuchsaufbaus hatten sich bestätigt! So kommt der Bauherr nun trotz des Fehlers noch zu seinen Garagen – und alle Beteiligten waren froh über den guten Ausgang.

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