Die meisten Fälle, in denen die Spezialtiefbau-Profis von ERKA Pfahl gerufen werden, hängen mit Fehlern in der Bauausführung oder Bauplanung zusammen. Das lässt sich im Baugeschehen leider nie 100%ig vermeiden. Wichtig ist aber, solche Fehler nicht zu vertuschen, sondern möglichst frühzeitig mit allen Beteiligten zu besprechen – und umgehend zu beheben. Je früher, desto billiger!

Kann ja mal vorkommen

So war es auch in diesem Fall bei einer Einfamilienhaus-Siedlung in Hannover. Ausgerechnet beim letzten Haus hatte sich der Bauträger vermessen. So etwas sollte zwar nicht passieren, kommt aber immer mal wieder vor.

In diesem Fall war dadurch ein Haus mit seiner hinteren Kante über die Baugrenze gerutscht. Das rief natürlich das Bauamt auf den Plan. Trotz aller Gespräche und guten Willens auf allen Seiten gab es keine Chance – das Haus sollte weg!

Verschiebung statt Abriss

Glück im Unglück: Der Bauträger wusste von der ERKA Pfahl GmbH aus Baesweiler und den Möglichkeiten einer Verschiebung – die deutlich teurere Alternative wäre ein Abriss und anschließender Neubau gewesen. Hinzu kam, dass sich das Haus „erst“ im erweiterten Rohbau befand und ohne Keller gebaut war. Die Bodenplatte lag auf einer umlaufenden Frostschürze, die bei Flachgründungen Frostschäden durch frierenden Boden verhindert.

Der ERKA-Pfahl ist ein bewährtes System für Nachgründungen (z.B. nach Nutzungsänderung oder Gebäudeaufstockung) und kann auch zur Unterfangung benachbarter Gebäude als Baugrubensicherung eingesetzt werden. Aufgrund geringen Platzbedarfs und kleiner Maschinen eignet es sich gut für schwer zugängliche Örtlichkeiten. Das hydraulische Einpressverfahren ist oft die einzige Möglichkeit, Pfähle erschütterungsarm in den Baugrund einzubringen. „Nebenbei“ können mit diesem System auch Schiefstellungen an Bauwerken korrigiert oder, wie hier im August 2013 in Hannover, Bauwerke komplett längs verschoben werden.

Dabei wird – vereinfacht – das Gebäude i.d.R. zunächst auf ERKA-Pfählen angehoben, eine Verschiebekonstruktion eingebaut, das Gebäude darauf wieder abgesetzt und anschließend verschoben. Fertig! Auf der Baustelle dauert der Vorgang natürlich etwas länger.

In diesem Fall entfiel das Anheben, da der Bauträger „einfach“ die Bodenplatte von der Frostschürze abgeschnitten, bauseits eine neue Frostschürze erstellt und darauf Bleche eingeschoben hatte, auf denen die Bodenplatte mitsamt Haus dann später verschoben werden konnte.

Hinter dem Haus wurde ein Pfahlkopfbalken als Widerlager nach erdstatischen Berechnungen des Geotechnikers Dr.-Ing. habil. Kay Hock-Berghaus aus Wuppertal hergestellt. Dafür mussten zunächst mehrere sechs Meter tiefe Bohrpfähle hergestellt werden, um die notwendige Widerstandskraft für die hydraulischen Pressen zu gewährleisten. Beim Gebäude wurde mithilfe einer mittig lastverteilenden Stahlplatte gegen die Sohle gedrückt. Seitlich vom Gebäude wurden ebenfalls nach Vorgaben des Spezialtiefbauunternehmens bauseits mehrere Fundamente als Begrenzung betoniert, damit sich das Haus beim Verschieben nicht verdrehen konnte, also „in der Spur“ blieb.

Aufgrund der vereinfachten Bedingungen dauerte die eigentliche Verschiebung hier gerade mal zwei Tage.

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